|
Tutorengruppe Gregor (LK Biologie)![]() Den Lehrer trifft keine SchuldEin kleiner Eindruck über den BioIogie-Leistungskurs 1996-1998 bei Herrn Greqor Bei genauerer Betrachtung einiger Stunden wurde deutlich, daß eine Hand voll Schüler eine Anteilnahmslosigkeit an den Tag legten, wie sie sonst nur bei Kennlemspielen im Altersheim zu finden ist (frei nach dem Motto "warum anstrengen, wenn in zwei Jahren sowieso 50% meiner Zimmernachbarn gestorben sind", bzw. "warum sich melden, wenn ich in zwei Jahren der Biologie für immer den Rücken kehren werde"). In dieser (Nicht-)Motivation* lag der Fehler einiger (nicht aller!) Kurs-Teilnehmer, oder besser Kurs-Anwesenden. Sie waren sich nicht der Tatsache bewußt, daß zwei Jahre Bio-Leistungskurs verdammt hart werden können. Der Lehrer schien das gemerkt zu haben. Immer wieder versuchte er, mit kleinen Geschichten** (der fachliche Zusammenhang war zwar immer gewollt, konnte meistens jedoch nicht (teilweise wurde abenteuerlich argumentiert) hergestellt werden) unserer kleinen Runde Abwechslung bieten. Daß dies vergeblich war, lag zum größten Teil an uns selbst, da wir seinen Grundgedanken, bei diesen (oft stundenlangen) Lebensweisheiten kurz abzuschalten, schon früh verinnerlichten und so keinen Unterschied machten zwischen Geschichte und Unterricht. Fairerweise muß man einen Vorteil dieser Exkurse nennen: Sie konnten insofern zur Entspannung beitragen, als daß man in dieser Zeit keine Angst haben mußte, zu einer Frage Stellung zu nehmen, beziehungsweise eine Folie zu erklären. Folie? Folien! Nun soll nicht der Eindruck entstehen, daß der Kurs eine Ansammlung fauler Schweine*** war, die Biologie gewählt haben, weil sie nicht wußten, was sie sonst hätten nehmen sollen. Solche Schüler gab es. Es gab aber noch einige, die - man glaubt es kaum - interessiert waren. Zum Glück, muß man sagen, gab es die. Manch einem dieser weniger interessierten Mitschüler konnten sie Peinlichkeiten ersparen, indem sie sich auch dann meldeten, wenn die zehn letzten Beiträge von ihnen stammten und sie ihr Soll schon lange erfüllt hatten. Danke dafür! Gegen Ende dieses kleinen Eindruckes soll noch einmal verdeutlicht werden, daß Kritik bei Schülern anzusetzen war, der Lehrer jedoch gut war. Man wußte, was zu lernen war; auf Arbeiten mußte man nicht lange warten; auf der Kursfahrt konnte man stolz vor anderen angeben, daß man zwei Stunden länger in der Stadt bleiben darf**** und vor sowie während des Abiturs bewies er immer wieder väterliche Ruhe und Fairness. * wie andere Autoren, kann auch ich nur aus einem subjektiven Erfahrungsschatz schöpfen Heiner Diepenhorst |
| © Copyright 2000-2010 by Tobias Koch |