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"IHR SEID DER SCHLECHTESTE JAHRGANG DER SCHULE"Diese Behauptung, die wir von einigen Lehrkörpern der Schule immer und immer wieder zu hören bekamen, ging uns doch schwer zu Herzen. So beschlossen wir, während unserer Recherche für die Abi Zeitung, dem Anlaß dafür einmal auf den Grund zu gehen. Dabei wurde unsere Aufmerksamkeit zunächst auf den 20.12.97 gelenkt. Nach vielen mißlungenen Versuchen gelang es uns schließlich an diesem denkwürdigem Tag unsere erste (und bis jetzt einzige) Abi - Party auf die Beine zu stellen. Zwar litt unsere Lehrnfähigkeit schon vorher unter zahlreichen exzessiven, jahrgangsinternen Parties, doch wollten wir nun auch der Öffentlichkeit eine Chance geben, mit uns die pure Lust am Leben zu genießen. So riefen wir die Bevölkerung Limburgs und der angrenzenden Ortschaften dazu auf, sich an diesem Tag in der Busch Brauerei einzufinden. Niemand von uns rechnete jedoch mit einem so großem Strom von feierinteressierten Mitbürgern. Bereits am Eingang wurden die eintreffenden Scharen durch wildbemalte Skifahrer empfangen. Weiterhin wurden die Besucher beim Eintreffen in das Partydomizil mit einer erfreulichen Botschaft beglückt: gerüchtenzufolge sollte derjenige, der nach Bezahlung der von uns festgelegten Sicherheitsgebühr den schönsten Stempel auf seiner Hand vorweisen konnte, eine Reise mit dem Abiturjahrgang ,98 nach Mallorca gewinnen. Doch zunächst erwartete ihn nun eine wunderschön hergerichtetes Winterparadies. Dieses war in zwei Bereiche aufgeteilt: zum Einen gab es die Festhalle, in der wilde Tänze, laute Musik und lustige 13 er anzutreffen waren. Im Außenbereich lud die Skihütte die etwas ruhigeren Gäste ein, die eher daran interessiert waren, sich mit Glühwein oder heißem Apfelwein die Kanne zu geben. Man kritisierte den Apfelwein und genoß umso mehr den Glühwein, bis dieser schließlich frühzeitig leer war. Die Stimmung war allgemein ausgelassen, die Gäste schienen allgemein in ihrer Feierlust befriedigt, und Zwischenfälle wurden nicht verzeichnet. Dieses Ereignis war wohl der erste Zwischenfall, der die Unterstellungen der Lehrkörper rechtfertigen könnte. So beschlossen wir (jedoch eher unfreiwillig, was auf J.G.'s Organisationstalent zurückzuführen ist), vor unserer Reifeprüfung, die am o4., o5., und o6. Mai 98 stattfinden sollte, keine derartige Veranstaltung mehr in die Wege zu leiten. Nachdem nun diese drei Tage, auf die wir so lange ( 12 (Gruß an M.B.) bis 14 (Grüße an A.P., C.M., C.S., Ali, S.R., R.G., ...) Jahre) hingearbeitet hatten, vorüber waren, konnte unsere Feierlust nicht mehr gestoppt werden. Wie es die Tradition vorgibt, versammelte sich der komplette Abi- Jahrgang am Donnerstag, nach Abgabe der L2 Klausur vorm Wick, um den Streß der vergangenen Wochen zu begießen. Die Sektkorken flogen wild durch die Menge, und eine nette Abi 96 erin stellte uns ihr Auto zur musikalischen Unterhaltung zur Verfügung (an dieser Stelle: Danke, Lilli!!). Die ganze Straße vorm Wick war durch wildgewordene Abiturienten belagert, sodaß schließlich die Polizei anrücken, und für Ordnung sorgen mußte. Mit großer Freude empfingen wir unseren Direktor Didi Difenbach, der sich sofort vom Animationsprogramm zweier Deutsch - Lk-lerinnen mitreißen ließ. So tanzte er hemmungslos den "club dance", unterhielt sich über dies und das, und feierte, als hätte er selbst Abitur gemacht. Für dieses Engagement wurde er von zwei Schülerinnen der F-J-L Schule sehr gelobt, denn ein solches Verhalten können sie sich von ihrem Direktor nur erträumen. Die Stimmung blieb ausgelassen, auch als plötzlich die Nachricht aus dem Wick herauskam, daß in der Feuchtigkeitsgrad der Naßzellen plötzlich stark angestiegen war. Dies machte sich vor allem dadurch bemerkbar, daß jeder, der die Toiletten betrat, plötzlich knöcheltief im Wasser (?) stand. Am späten Nachmittag löste sich schließlich die ausgelassene Gesellschaft auf, um sich wenige Stunden später in alter Frische wiederzutreffen. Hierzu hatte man sich im "Unten Drunter" verabredet. Wenn man sich umblickte, konnte man nichts außer blauer Abi Pullies und den dazugehörigen blauen Abiturienten sehen. Die Stimmung war hier nicht weniger ausgelassen, als schon am Nachmittag im Wick. Schließlich war es an der Zeit, in die nahegelegene IN - DISCO "Any" zu fahren, um dort den Abend früher oder später ausklingen zu lassen. Da keiner von uns (aufgrund der ein oder anderen Promille) mehr Auto fahren konnte, ließen wir uns mit dem Bus dorthin befördern. Aufgrund dieser perfekten Planung entstand in weiteren Gymnasien Limburgs das Gerücht, das Any sei an diesem Donnerstag ausschließlich für Tilemannschüler zugänglich, da wir die ganze Disco gemietet hätten, um alleine zu feiern. Doch war dem nicht so: im Gegenteil, wir wunderten uns sehr darüber, daß keine Abiturienten anderer Schulen zu sehen waren. Doch obwohl (oder vielleicht gerade weil) das Any fast für uns alleine hatten, war die Stimmung großartig. Außenstehende wurden sofort von der stimmungsvollen Atmosphäre mitgerissen. Für einige war die Überraschung groß, als sie Mitschüler auf der Tanzfläsche vorfanden, die dort keiner erwartet hätte. Doch diese Stimmungsbringer sollten auch noch während der folgenden Feiern Blickfänger darstellen. Für Freitags hatten wir uns den Abi Jahrgang 97 zum Vorbild genommen. So feierten wir eine "Jahrgangsinterne" Party in der Domäne in Blumenrod. Doch im Gegenteil zum Vortag fanden sich dort auch sämtliche PPC- Schüler sowie F-J-Ller ein, so daß die Biervorräte schon gegen 23.00 Uhr zur Neige gegangen waren. Auch die Männer in grün statteten uns wieder einmal einen Besuch ab, denn laut ihrer Aussage konnte man die Musik in ganz Blumenrod hören. Die Party kann man wohl einen vollen Erfolg bezeichnen, denn wie auch an den beiden Vortagen war einerseits die Stimmung gigantisch und andererseits konnten keine Zwischenfälle verzeichnet werden. Doch diese Party war noch lange nicht das letzte Event, zu dem wir uns trafen, um unser schriftliches Abitur zu feiern. So folgten noch eine Fahrt ins Phantasialand, mehrere Abi - Zeitungssitzungen, deren Stimmungsintension auch nicht zu verachten ist, Tutorenkurstreffen und schließlich - als weiterer Höhepunkt - das Tilemannschulfest. Fazit: sollte irgendein Lehrkörper JETZT auf die Idee kommen, uns einen Leistungsnachweis abzuverlangen, könnte sich die oben angeführte Behauptung eventuell bestätigen. Trotzdem sollen diese bitte beachten, daß wir, außer einer Party die wir bewußt an den Anfang der Weihnachtsferien gelegt haben, damit wir die dreiwöchige Regenerationsphase nutzen konnten, alle weiteren Veranstaltungen erst nach der Ablegung des schriftlichen Abiturs ins Leben gerufen haben. Unsere Lebenslust kann also definitiv nicht der Grund für den uns unterstellten Leistungsmangel sein. Saskia R. Übersicht |
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