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So schmeckt der Sommer....Tutorenfahrt des Deutsch Leistungskurses nach Lido di Camaiore/Toskana 97Man schrieb den 13.09.97. Die 17 Teilnehmer des Deutsch - Leistungskurses - bzw. "Freizeitkurses" trafen sich gegen 20.00 Uhr vor den Pforten ihres Bildungsinstitutes, um die lange Reise ins toskanische Lido di Camaiore anzutreten. Durch das amüsante Unterhaltungsprogramm unserer kreativen Reiseleitung von "Happy Tours", sowie der guten Stimmung im Bus (man tanzte z.B. schon kurz hinter Limburg den "Macarena" im Gang des Busses), geprägt durch die Spaßlaunen unseres Tutors G. Ebert und des humorvollen und toleranten Busfahrers Rudi, wurde die Fahrt zu einer kurzweiligen Gaudi. Während der Mailanddurchreise, die sich aufgrund des Kreisverkehrs etwas in die Länge zog, sorgte unser Kursoberhaupt für spaßige Abwechslung, indem er uns auf die moderne Baukunst des zu unserer Rechten liegenden Parkhauses aufmerksam machte, welches sich dann schließlich, zur Blamage unseres Tutors, als das Olympiastadion entpuppte. In den Morgenstunden des 14.09.97 erreichten wir dann endlich unser Feriendomizil in Lido. Der Hausherr unserer akzeptablen 2- Sterne Unterkunft erwies sich als ein etwas brummeliger, gemütlicher, alter Herr, der sich fortan an unsere Spaß - Aktivitäten und Trinkeskapaden gewöhnen mußte. Lido di Camaiore entpuppte sich als ein nettes, kleines und einfach aufgebautes Touridorf: parallel zur Standpromenade verläuft die Hauptstraße, von der aus man nur rechts abbiegen muß, um die "Villa Ornella" zu erreichen. Trotzdem waren N.B. und S.R. am ersten Tag von den Eindrücken des Tages dermaßen erschlagen, daß sie sich auf dem Heimweg vom Strand verliefen und plötzlich vor dem Ortsschild der nächst größeren Stadt standen. Weiterhin sammelten einige Kursteilnehmer neue Erfahrungen beim bestellen von Pizza: Der gewohnte Satz, den wir von sämtlichen Türkischen Imbissen kennen "mit allem?" ist wohl beim bestellen einer "Pizza Atomica" unbedingt zu verneinen, da man sonst Dinge auf seiner Pizza finden könnte, die einem den Hunger durch das bloße hinsehen vertreiben können. Von diesen lehrreichen Erfahrungen, die einige Kursteilnehmer also schon am ersten Tag gesammelt hatten, mußte man sich am Abend erst mal mit einer Flasche, die mit alkoholhaltiger Flüssigkeit gefüllt war, beruhigen. Am folgenden Tag stand ein Ausflug auf dem Programm, der uns dazu dienen sollte, die nahe Umgebung kennenzulernen. So fuhren wir drei Stunden durch die Berge, sahen uns aus dem klimatisierten Bus den herrlichen Sonnenschein der draußen herrschte, an und landeten schließlich in einem kleinen Bergdorf, in dem es tatsächlich ein Restaurant gab. Voller Abenteuerdrang konnten wir unseren Kinderbetreuer nicht davon abbringen, in diesem Restaurant nun einzukehren. Natürlich waren die armen Italiener dieses Dorfes nicht auf einen Ansturm hungriger Touristen in dieser Gruppengröße bereitet, so gab es nur Spaghetti oder Salat zur Auswahl. Dazu wurde Brot serviert, das uns später für 40 DM angerechnet wurde. Nach dieser Pleite war unser Tutor endlich davon überzeugt, das wir diesen Ausflug nun besser abbrechen und uns zum Strand begeben. Seiner Aufgabe als Kinderbetreuer kam er auch hier zufriedenstellend nach, indem er als Unterhaltungsangebot Strandvolleyball oder Beach Ball anbot. Die Schüler waren jedoch mehr daran interessiert, einmal "Langnesewerbung" mit ihrem Lehrer zu spielen, wozu dieser - unwissend darüber, was auf ihn zukommt - voller Erwartung einwilligte. Als es dann daran ging, den Lehrkörper bis zum Kopf im Sand zu vergraben, hielt er sich tapfer. Als er jedoch ein leckeres Eis unmittelbar vor seiner Nase, jedoch unerreichbar für seine Zunge im Sand stecken sah, lief ihm das Wasser im Mund zusammen. Zurück im Hotel freuten wir uns natürlich auf das dreigängige Abendessen, nach dem man sich wieder in den Zimmern versammelte, um dort Tequila Moped zu trinken. Je später der Abend wurde, desto verrückter waren die Ideen zur Teilnehmerbelustigung. Als T.H. und S.R. in dem für diese Zwecke eindeutig zu kleinem Zimmer Handstand übten, wofür die Möbel im ganzen Raum umgeräumt werden mußten, ließ unser Hotelchef Luigi nicht lange auf sich warten. Als er die Tür zu unserem Zimmer öffnen wollte, die jedoch durch einen Tisch versperrt war, rief er empört: "Finito!!", "Basta", und veranlaßte uns damit, unsere kleine lustige Runde frühzeitig aufgelöst. Wie vorher J.G. mit unserem Rudi vereinbart hatte, sollte es am nächsten Morgen auf nach Florenz gehen. Angekommen in Florenz machten wir natürlich erst eine Stadtführung. Einige mit mehr, andere mit weniger Interesse folgten wir unserer Führerin durch die Stadt. Erschöpft von der vielen Lauferei und dem warmen Wetter ließen wir uns schließlich auf der "Piazza die Pitti" nieder, wo unsere Führerin ein Gruppenfoto mit allen 17 zur Verfügung stehenden Fotoapparaten machen durfte. Wir bewunderten den Arno, dessen Farbe an das Duschwasser eines Schlammcatchers erinnerte, und die gutgebauten Männerkörper aus Stein, die in der ganzen Stadt zu finden sind. Das Abendprogramm war ähnlich wie an den Vorabenden: Im Vorgarten des Hotels versuchten wir vergeblich unserem Busfahrer das Unterhaltungsspiel "Rübel Dübel" beizubringen - und Dirk! Als Luigis Blicke uns schließlich dazu veranlaßten, unsere Zimmer aufzusuchen, mußten wir feststellen, daß nur noch 16 der 17 Happy Tours - Teilnehmer anwesend waren. Wir vermißten unser blondes Wunder, daß sich im Nachbarhotel aufhielt bis es schließlich am nächsten Morgen über den Zaun kletternd nach Hilfe schrie, um durchs Fenster in das Hotel zurückkehren zu können. Am Mittwoch morgen traten wir die Reise nach Lucca an (Gruß an M.K.: Damit ist nicht der Italiener gemeint!!!). Nach einem Gewaltmarsch in den Stadtkern trafen wir auf ein wunderschön anzusehendes "gottisches" Taufhaus, daß dann in Wirklichkeit doch keins war. Dank einer italienischen Seniorin, die uns durch die Gassen Luccas scheuchte, fanden wir schließlich den Turm von Lucca, der auch wirklich der Turm von Lucca war. Außerdem sahen wir die römische Arena, in der heute noch Hahnenrennen stattfinden(?). Als wir schließlich alle mit mind. einer halben Stunde Verspätung am Bus ankamen (Lucca ist grooooß), fuhren wir los nach Monte Carlo, um uns dort in Form einer Weinprobe am hellichten Tag vollaufen zu lassen. Nach einer Flasche "Monte Carlo Rosso" philosophierte man über den Jahrgang und die Herkunft der Trauben, und glaubte schließlich wirklich, daß Schumies Ferrari um die Ecke in der Garage steht. Durch heitere und auch etwas lautere Konversation auf der Fahrt zurück wurden diejenigen, die die Weinprobe nicht in einem solchen Maße wie andere genutzt hatten, in die Flucht geschlagen, bis die Gruppe schließlich in einen Kollektivschlaf fiel. Erwähnenswert ist natürlich auch unsere "Wanderung", die wir am nächsten Tag bestritten. In einem rekordverdächtigen Tempo hetzte uns unser Kinderbetreuer durch den Wald, bis wir schließlich erschöpft in der ersten Sackgasse zusammenbrachen. Nach zwei weiteren Sackgassen und keiner Aussicht auf einen weiterführenden Weg, kamen wir schließlich an einen Bach. Dort konnten wir endlich unseren Tutor davon überzeugen umzukehren, und den Tag am Strand zu beenden. Am letzten Abend entschädigte uns Bert für seine ewige Frage "hast mal ne Kippe?", indem er uns Sekt und Zigaretten spendierte. Der Höhepunkt des Abends war schließlich die Trauung von S.V. und J.G. ! Nachdem D.B. mit Luigis Blumentöpfen gepoltert hat, entschlossen wir uns, uns in unsere Zimmer zurückzuziehen, wo der geplante Ausbruch aus dem Gefängnis Ornella schließlich an zu großer Müdigkeit, hervorgerufen durch übermäßigen Alkoholkonsum, scheiterte. Nach einem weiteren Strandtag traten wir die Heimreise an, um rechtzeitig zur Elzer Kerb wieder in der Heimat zu sein. Übersicht |
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